02. Juni 2015 21:59
Kategorie: Andacht
Von: Götz Winkler

Immer wieder: Freuet Euch!


Phil. 4,4 Freuet euch in dem HERRN und abermals sage ich: Freuet euch!

Immer wieder: Freuet Euch!

Wichtiger Grundgedanke im Phil.-Brief: Geistliche Freude ist ein wichtiges Thema im Philipperbrief.

Paulus will offenbar daran erinnern, dass es im Glauben gerade auch darum geht: Freude an und in Jesus. Deshalb wird der Brief an die Philipper manchmal auch „Brief der Freude“ genannt. Fragt sich nur, ist das denn so schwer mit der geistlichen Freude? Warum braucht es da Erinnerung? Gibt es da ein Problem für Christen? Neigen gläubige Menschen vermehrt dazu, alles kritisch und schwer zu sehen?

Wir erinnern uns: Wie geht „freuen“ doch gleich wieder? Freuen hat etwas mit Lächeln, Lachen und Entspannung zu tun. Wenn wir an Gutes denken, danken können, positiv drauf sind, dann  singen, tanzen und feiern wir. Freude bringt uns in Bewegung und in Beziehung. Wir sind meistens lieber in der Nähe fröhlicher Menschen, als bei solchen, die trübe Gedanken plagen.

Der Philipperbrief hat einen sehr positiven Ton. Christus ist das große Ziel, das Paulus den Christen in Philippi vor Augen malt. Man spürt die Zuversicht des Apostels- Gelingen, ja geistlicher Sieg ist möglich-

Was überwiegt gerade bei Dir? Halt einfach mal kurz inne und überlege.

Es stimmt: Nicht die wechselnden Lebensumstände machen uns froh- Jesu Nähe und Verheißungen sind der beständige Grund sich zu freuen, denn wir gehören zu Ihm. Paulus war vermutlich gerade im Gefängnis, als er den Brief diktierte. Auch zu anderen Zeiten war er großen Schwierigkeiten ausgesetzt, inneren und äußere Kämpfen, wie wir auch!

Aber: Freude geht trotzdem! Dies kann man nur geistlich verstehen und erleben, aber genau das vergesse ich oft. Echte Blockaden für geistliche Freude bei mir sind Dinge wie Erschöpfung, körperliches Unbehagen, Konflikte oder Sünde.

Es ist demnach weise, zu tun, was mir hilft, mich geistlich freuen zu können. Genug Schlafen, nicht zu schnell und zu intensiv leben wollen, auf Gottes Wirken warten, Freiräume von Zeit und Kraft nicht für Unnötiges verheizen, auf Gottes Worte und Leitung hören.

Da wo ich der Versuchung erliege, Ablenkung, Befriedigung oder Spaß statt Freude in Jesus zu suchen, brenne ich irgendwann aus.

Am Jakobsbrunnen in Joh. 4 macht Jesus der Frau aus Samaria klar, dass geistliche Bedürfnisse sich nicht mit normalem Wasser stillen lassen. Unsere Lebenssehnsüchte, unsere tiefen, inneren Bedürfnisse brauchen „Quellwasser“, also unverdorbenes, originales Wasser, das Leben fördern, schaffen, erfüllen kann. Im dürren Land ist Wasser das höchste Gut! Jesus ist das Wasser des Lebens.

Für mich heißt das: Statt noch einen Kaffee, wenn ich erschöpft bin lieber etwas Ruhe und einen Schluck Jesus. Denn das bringt Freude, und Freude bewirkt echte Erfüllung, Freude gibt innere Kraft, Freude setzt Liebe für andere frei. Freude ist etwas für Sieger, und Sieger sind wir – in Christus. Sieger über belastende Lebensumstände, Anfechtungen, negative Emotionen, Sünde.

Verschiedene Psalmverse sind sehr hilfreich, wenn es um Freude finden geht.

Gelobt sei der HERR täglich. Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. (Ps. 67, 20)

Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich. (Oder Ps. 16, 11: ) Es gibt mehr als nur ein bisschen Freude! Dafür ist die Nähe Gottes entscheidend!

Hier gilt es für uns aktiv Gottes Nähe zu Suchen- selbst solche Zeiten zu gestalten. Zum Beispiel gemeinsame Anbetung, Stille für mich allein, ein Gebetsspaziergang oder was Dir sonst hilft in Gottes Nähe zu kommen.

Der König David war wie Paulus- er kannte sich aus mit Freude, die aus Gott kommt und auch in Schwierigkeiten nicht aufhört. Er dichtete auch diesen Vers:  Ich aber traue darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut. (Ps. 13, 6)

Als Kinder Gottes haben wir ganz besonders das Recht uns zu freuen! Deshalb lasst uns P. Aufforderung annehmen:

Phil. 4,4 Freuet euch in dem HERRN und abermals sage ich: Freuet euch!

Gott freut sich auch über uns.

 

Mit geschwisterlichen Grüße,

 

Götz Winkler