Gemeinde-Chronik

Tabellarische Chronik der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Würzburg
- Die Entstehung einer Gemeinde unter dem Segen Gottes -

2015

Im Juli 2015 legte Günther Buchetmann, nach 12,5 Dienstjahren das Amt als Pastor der evangelisch freikirchlichen Gemeinde nieder.

2013

Im November übernimmt Götz Winkler die Aufgaben des Gemeindeleiters.

2012

Im Oktober beschließt die Gemeinde eine Gemeindeaufbauarbeit in Kitzingen. Wieder haben wir eine Tochtergemeinde. Heinrich Fast wird als Leiter eingesetzt.

Im Dezember beginnt Eduard Fast seine Tätigkeit als Jugendreferent in Teilzeitanstellung

2011

Im April und im August 2011 Gegenbesuche in der Partnergemeinde im Libanon und Mitarbeit in einem Kindersommercamp.

2010

Besuch einer Delegation aus Khirbit Kanafar in Würzburg.

2008

Im Rahmen einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem Landesverband Bayern und dem Bund der Baptistengemeinden im Libanon beschließt die Gemeinde, eine Gemeindepartnerschaft mit der Baptistengemeinde in Khirbit Kanafar einzugehen.

2007

Die aufwendigen Renovierungsarbeiten an der Kapelle und dem Wohnhaus, die in den letzten vier Jahren durchgeführt wurden, werden beendet. Die Gemeinde feiert mit ihren 156 getauften Mitgliedern ihr 100-jähriges Bestehen.

2006

Mit Zustimmung des Bundesrats in Krelingen wird die Zweiggemeinde Ochsenfurt selbständige Bundesgemeinde.

2003

Seit nunmehr 50 Jahren besteht das Gemeindehaus in der Annastraße 12a. Im Oktober übernimmt Norbert Kästner die Aufgaben des Gemeindeleiters.

2002

Ab November 2002 tritt Günther Buchetmann als Gemeindereferent in den Dienst der Gemeinde.

1991

Am 13.01.1991 wird Harald Firus als neuer Pastor der Gemeinde eingeführt. Er dient der Gemeinde bis Ende 1999. In dieser Zeit wächst die Gemeinde durch die deutschen Geschwister, die aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland übersiedeln. Pastor Harald Firus bemüht sich sehr um diese Geschwister, damit sie in unserer Gemeinde eine neue geistliche Heimat finden.

1989

Aus gesundheitlichen Gründen legt Bruder Heinz Schwartz das Amt des Gemeindeleiters nieder. Die Aufgaben übernimmt Harald Groll.

1986

Die Zweiggemeinde Schweinfurt wird selbständige Bundesgemeinde.

1979

Die Zweiggemeinde Rothenburg o.d.Tauber, die von Würzburg mitbetreut wird, wird selbständige Bundesgemeinde.

1978

Hans Groll übergibt die Gemeindeleitung an Heinz Schwartz.

1972

Im September 1972 kommt Pastor Horst Donath von Ulm nach Würzburg. Er dient der Gemeinde bis zum 31. März 1990. Unter seinem segensreichen Dienst wächst die Gemeinde.

1965

Pastor Georg Lorenz wird von Pinneberg nach Würzburg berufen. Er betreut die Gemeinde von Oktober 1965 bis zum 1. August 1972. In seinen Erinnerungen schreibt er: „Die Besucherzahl in unseren Vormittagsgottesdiensten war erfreulich hoch, und wir durften in jedem Jahr ein Tauffest feiern.“

1964

Der Wiederaufbau des Wohnhauses neben der Kapelle auf dem Gemeindegrundstück wird durchgeführt.

1955

Am 29.04.1955 wird Prediger Hellmuth Nitzsche von der Gemeinde Hohenstauffenstraße in Berlin nach Würzburg berufen. Er dient der Gemeinde bis Juni 1964. Die Gemeinde zählt 165 Mitglieder. Viele wohnen noch außerhalb von Würzburg. Bruder Nitzsche besucht und betreut in vorbildlicher Weise die Geschwister in der Zerstreuung.

1953

Am 27.09.1953 wird das neue Gemeindehaus unter reger Beteiligung der Nachbargemeinden, die uns unterstützt haben, eingeweiht. Über 400 Personen sind anwesend und nehmen an der Einweihungsfeier teil. Die Festpredigt hält Bruder Paul Schmidt vom Bundeshaus in Bad Homburg. Bereits im Oktober 1954 berichtet der Gemeindebrief, dass alle Kosten für den Bau des Gemeindehauses bezahlt sind.

1951

Gemeindebau

Die Gemeinde beschließt, ein eigenes Gemeindehaus zu bauen und kann unterstützt durch Spenden der amerikanischen Baptistengemeinden das Grundstück in der Annastraße 12a kaufen. Bruder Immanuel Walter von der Bundesleitung hat sich besonders für die Spenden der amerikanischen Geschwister eingesetzt. Die Spendenbereitschaft unserer Geschwister für den Bau ist groß. Ein Aufruf, für das zum Baubeginn nötige Grundkapital zu spenden, hat bereits nach drei Wochen mehr als die erforderlichen Finanzen eingebracht. So kann im April 1952 mit dem Bau begonnen werden.

1947

Die beiden Gemeinden Baptisten und BfC beschließen, eine Gemeinde zu bilden. Die Gemeindeleitung übernimmt Hans Groll. Nachdem der Raum bei Bruder Wedel zu klein geworden war, versammelt sich die Gemeinde in der amerikanischen Kapelle, die von den Amerikanern zur Verfügung gestellt wurde. Ab Mai 1951 versammelt sich die Gemeinde im Parkettsaal des Studentenhauses.

1946

Aus den verschiedenen Gemeinschaften bleiben wenig Geschwister im zerstörten Würzburg zurück. Pastor Wedel von der Methodistenkirche kann in Würzburg wohnen bleiben und beginnt in seinem Wohnzimmer mit Gottesdiensten, die von den in Würzburg verbliebenen Geschwistern der Methodisten, Mennoniten, Landeskirchlichen Gemeinschaft, Baptisten und des BfC besucht werden. Viele Geschwister unserer Gemeinden in Ostdeutschland und Osteuropa werden aus ihrer Heimat vertrieben und suchen in Westdeutschland einen neuen Wohnsitz. So kommt es, dass die Zahl der Geschwister, die sich zu unserer Gemeinde bekennen, in Würzburg und Umgebung stark zunimmt. Für einen Großteil der Geschwister ist der Aufenthalt hier nur eine Zwischenstation, denn sie wandern nach Kanada und in die USA aus. Die Gemeindeglieder wohnen in über 60 Ortschaften verstreut. Das Diakoniewerk Bethel sendet die Diakonisse Irmgard Grass nach Würzburg, um die Flüchtlinge und ausgebombten Geschwister im großen Umkreis der Gemeinde zu sammeln und zu betreuen. Von 1948 bis 1952 ist Schwester Grass als Gemeindeschwester in unserer Gemeinde tätig. Sie stärkt durch ihre Besuche die Geschwister und hilft in aufopfernder Weise wo sie kann. Große Wegstrecken legt sie mit dem Fahrrad zurück, denn das Gemeindegebiet reicht von Mellrichstadt bis Rothenburg o. d. Tauber.

1945

Am 16 März 1945 wird Würzburg durch einen Fliegerangriff der britischen Luftwaffe zu 82 % zerstört. Auch die Gottesdiensträume der beiden Gemeinden brennen völlig aus. Da die meisten Geschwister ihr Hab und Gut und ihre Wohnung verlieren, werden sie auf die umliegenden Orte verstreut.

1941

Auf der Bundeskonferenz im Februar 1941 in Berlin beschließen der Bund der Baptisten und der Bund freikirchlicher Christen sich zum „Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden“ zusammenzuschließen. In Würzburg gehören nun beide Gemeinden zu einem Bund. Die Gemeinden versammeln sich wie bisher in ihren eigenen Räumen. Jedoch einmal im Monat trifft man sich abwechselnd in der Weingartenstraße oder Annastraße zum gemeinsamen Gottesdienst. Würzburg ist eine Garnisonsstadt, und so nehmen viele hier stationierte Soldaten an den Gottesdiensten teil.

1937

Die kleine Gemeinde der Christlichen Versammlung ist inzwischen auf ca. 40 Personen angewachsen. Heinrich Utzelmann wird beim Verteilen von christlichen Schriften von einem Polizisten in Dettelbach angezeigt. Die Gestapo verbietet ihm das Verbreiten von christlichen Schriften und beschlagnahmt die christlichen Schriften und seine Bibel. Mit Erlass der Reichsregierung vom 13.04.1937 wird die Christliche Versammlung verboten und aufgelöst. Eigentum und Vermögen werden beschlagnahmt. Die Geschwister dürfen sich nicht mehr versammeln. Nach schwierigen Verhandlungen der führenden Brüder der Christlichen Versammlung mit dem Reichskirchenministerium und der Gestapo darf man sich unter dem Namen „Bund freikirchlicher Christen“ (BfC) neu formieren. Es muss ein Ortsbeauftragter benannt werden, der die Gemeinde gegenüber dem Staat vertritt. Diese Aufgabe übernimmt Hans Groll. Man mietet einen neuen Raum für die Gottesdienste in der Annastraße 13 und kann gegen Ende des Jahres 1937 wieder mit den Zusammenkünften beginnen.

1936

Prediger August Schmidt, ehemaliger Afrika-Missionar, wird von Pforzheim nach Würzburg berufen. Er dient der Gemeinde bis 1945.

1931

Bruder Düprée wird aus München als Prediger für die Baptistengemeinde nach Würzburg berufen. Die Gemeinde mietet in der Weingartenstraße einen neuen Saal für die Gottesdienste.

1929

Im Jahre 1929 verliert die Gemeinde ihren „Vater in Christo“ Julius Harnisch. Die kleine Gemeinde war von der Baptistengemeinde München unterstützt worden, und so beruft man den bereits im Ruhestand lebenden Prediger Fiehler aus München, der die Gemeinde bis 1931 betreut.

1923

In der schweren Zeit der Inflation wagt es die kleine Gemeinde der Baptisten, für die Gottesdienste einen Raum in der Wagnerstraße zu mieten. In dieser Zeit arbeitet der junge Bruder Hörger als Hausmissionar,bevor er zur Predigerausbildung nach Hamburg geht. Die Gemeinde wächst.

1921

Durch den Zuzug der Familien Adolf Haupt und Hans Groll wächst die kleine Gemeinde der Christlichen Versammlung.

1918

Wohnung, Heinrich Utzelmann

Die Geschwister der Christlichen Versammlung treffen sich nun in der Wohnung von Heinrich Utzelmann, Annastraße 12. Heinrich Utzelmann vertreibt in seiner Freizeit in Würzburg und Umgebung christliche Schriften, Kalendar und Bibeln.

1912

Von 1912 bis 1922 versammelt sich die kleine Gruppe der Baptisten in der neuen Wohnung von Familie Harnisch in der Seinsheimstraße.

1909

In der Semmelstraße wird für die Zusammenkünfte der Baptisten ein Raum gemietet. Dort beginnt man auch mit einer kleinen Soldatenmission.

1907

Julius Harnisch, der seit 1905 in Würzburg wohnt, sammelt die baptistischen Geschwister und beginnt mit regelmäßigen Zusammenkünften in seiner Wohnung in der Kantstraße.

Heinrich Utzelmann, von Nürnberg nach Würzburg zugezogen, sammelt verstreut lebende Geschwister der Christlichen Versammlung und beginnt im Hause von Bruder Römmelt in der Blumenstraße 1 in der Sanderau mit regelmäßigen Zusammenkünften.

 

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Verfasser: Harald Groll (1907-2007), Norbert Kästner (2008-2013)