Sie sind hier:

Onlinepredigt

Jahreslosung 1930 - 2010

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Gästebuch

Kontakt

Ihr Weg zu uns

Sitemap

Impressum

"Was bei Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich" (Lukas 18,27)

Wie schon im letzten Jahr, so ist auch die Jahreslosung 2009 ein Wort aus dem Mund von Jesus Christus. Bei der Begegnung mit dem "reichen Jüngling" fallen diese Worte. Der junge Mann, um den es geht, ist ein "guter" Jude. Einer, der Gott liebt und der das mit seinem Leben auch zeigen will. Er sagt, dass er sein Leben lang die Gebote von Gott gehalten hat. Aber trotzdem merkt er, dass das nicht "ausreicht", um zu Gott zu kommen. Darum fragt er bei Jesus an: "Guter Meister, was muss ich tun, damit ich das ewige Leben erbe?" (Lk 18,18) Der Mann merkt, da gibt es mehr. "Was fehlt mir noch?" (Mt 19,20). Er kennt sein Versagen, wenn er aus eigener Kraft versucht, Gottes Gebote zu halten. Er spürt das Loch, das Defizit in seiner Seele.

Der junge Mann ist sehr reich. Der ideale Mann, dem die Welt offen steht? Er ist reich und lebt (trotzdem) moralisch hoch stehend. Wäre er in unserer heutigen Zeit nicht ein Vorzeige-Mann, auch für christliche Kongresse?

Aber all diese Dinge machen den Mann nicht glücklich. Darum fragt er Jesus ganz gezielt, was ihm noch fehlt. Der antwortet etwas anders, als das sein Gegenüber wohl erwartet hätte: "Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und gib´s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm und folge mir nach!" (Lk 18,22)
Kein Wunder, wenn der Mann keinen Luftsprung macht. Das ist ja doch sehr radikal, was Jesus hier fordert. Jesus nennt ihm eine zweifache Forderung: "Verkaufe deinen Besitz" und "Komm und folge mir nach!". Dabei bedeutet Jesus nachfolgen nicht zwangsläufig auf seinen gesamten Besitz zu verzichten. Aber der Besitz kann eben ein Hinderungsgrund sein, Jesus mit ganzem Herzen nachzufolgen. Darum sagt ihm Jesus: "Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt." Es kann aber auch sein, dass Menschen ihr Herz an´s Geld hängen, obwohl sie wenig davon haben.

Worum geht es hier? Geht es darum, an nichts anderes mehr zu denken als an Gott? Keine Hobbies, keinen Spaß mehr zu haben? Wer kann schon von sich sagen, mit seinem Herzen zu jeder Zeit voll auf Gott ausgerichtet zu sein? Dazu sind wir als Menschen doch überhaupt nicht in der Lage. Da gibt es in unserem Leben doch viel zu viele Ablenkungen.
Auch die Leute, die die Unterhaltung zwischen Jesus und dem jungen Mann mitbekommen haben, haben ähnliche Gedanken. Darum fragen sie, innerlich tief angesprochen und bewegt: "Wer kann dann überhaupt gerettet werden?" (Mt 19,25). D.h. auch, "was ist denn dann mit uns?" Die Aussage von Jesus ist wirklich harter Tobak. Er zeigt, dass es nur einen Weg gibt.

Den Weg zu Gott, ins Himmelreich, kann sich kein Mensch selber bahnen, verdienen oder erkaufen. Das ewige Leben gibt es nur umsonst. Ausschließlich umsonst. Jeder andere Weg, also jeder menschliche Weg, ist ausgeschlossen. "Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott." (Lukas 18,27)
Unmöglich heißt unmöglich. Menschen ist es unmöglich, ins Reich Gottes zu kommen. Das gilt für alle. Für Fromme und weniger Fromme. Für Verbrecher und Spießer. Unmöglich. Aber was uns Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich. Nur IHM möglich. Einzig Gott ist die Rettung der Menschen möglich. Und er hat sich festgelegt, dass Er die rettet, die ihre eigenen Versuche aufgeben, d.h. kapitulieren und sich das ewige Leben durch Jesus Christus schenken lassen. Wer sein Leben Jesus anvertraut, der wird erleben, dass Gott, dem es möglich ist das Himmelreich zu schenken, auch alles andere möglich ist.
Unser Vater im Himmel segne Dich im Jahr 2009 mit dem kindlichen Glauben, dass IHM alles möglich ist.


Günther Buchetmann

Gemeindereferent